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Frau schaut freundlich lächelnd durch Fernglas
Jobportraits

Jobportraits aus der DURAG GROUP

Die DURAG GROUP ist ein Global Player: Es gibt sechs produzierende Unternehmen, hinzu kommen diverse strategische Partner sowie zahlreiche Vertriebs- und Servicestandorte, die rund um den Erdball verteilt sind. Stellvertretend für unser umfangreiches internationales Expertenteam geben Kolleginnen und Kollegen in unserer Interviewreihe „DURAG GROUP around the world“ spannende persönliche Einblicke in ihre Arbeitswelt. Regelmäßiges Vorbeischauen lohnt sich: Die Serie wird nach und nach ergänzt.

Johanna Gosebrink

Johanna Gosebrink

Specialist Academy, DURAG Sales & Service GmbH & Co. KG, Standort Hamburg

Werdegang bei der DURAG GROUP

  • September 2013 - Dezember 2015: Vorstandsassistenz/Marketing-Managerin DURAG GROUP
  • Januar 2016 - Dezember 2023: Leitung Bereich Schulungen in der Marketing-Abteilung
  • Seit Januar 2024: Specialist Academy in der Abteilung Business and Organizational Development

Johanna Gosebrink ist seit elf Jahren bei der DURAG GROUP in den Bereichen Marketing und Schulungen beschäftigt und seit Anfang 2024 als Specialist Academy in der Abteilung Business and Organizational Development tätig. In beruflicher Hinsicht, aber auch privat ist ihre Organisationsstärke gefordert: Im Interview erklärt die zweifache Mutter, welche Herausforderungen die Doppelrolle mit sich bringt und wie es ihr gelingt, Beruf und Familie in Einklang zu bringen: Eine zentrale Bedeutung kommt dabei dem Arbeitsumfeld bei der DURAG GROUP zu. Zudem engagiert sie sich als Elternvertreterin im Bezirkselternausschuss Hamburg und gibt uns einen kleinen Einblick in ihre dortigen ehrenamtlichen Aufgaben.

Johanna, du bist Specialist Academy bei der DURAG GROUP. Was genau ist deine Rolle und welche konkreten Aufgaben hast du in dieser Funktion in der Abteilung Business and Organizational Development? 

Ich bin für die internen und externen Serviceschulungen sowie die internen Vertriebsschulungen verantwortlich. Konkret bedeutet das, dass ich mit Blick auf unsere Geräte Serviceschulungen für unsere Kunden und Partner sowie Vertriebskollegen und -kolleginnen im Innen- und Außendienst plane, organisiere und betreue. Dasselbe mache ich auch für die internen Produktschulungen, beispielsweise bei Produkteinführungen, für den Vertriebsinnen- und Außendienst. Mit gefällt es besonders, dabei mit allen Teilen der DURAG GROUP zusammenzuarbeiten, also auch mit den Teams von DURAG DATA SYSTEMS, SMITSVONK, HEGWEIN, AP2E und GRIMM AEROSOL TECHNIK.

Organisationstalent ist in deiner beruflichen Funktion also enorm wichtig. Aber nicht nur da, denn du bist Mutter von zwei Kindern im Alter von drei und fünf Jahren. Wie schaffst du es, Job und Familie unter einen Hut zu bringen?

Organisation ist alles. Allerdings hängt viel an der flexiblen Arbeitszeit, der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten und der Fremdbetreuung, in meinem Fall also an der Kita. Muss ich länger oder zu anderen Zeiten arbeiten, wird ein Kind krank oder fällt die Fremdbetreuung aus, muss ich eine andere Lösung finden, manchmal auch sehr kurzfristig. Ich betrachte die Situation also aus der Sicht einer Mutter. Ganz wichtig zu betonen ist aber, dass das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch dann wichtig ist, wenn Familienmitglieder, beispielsweise die eigenen Eltern, pflegebedürftig oder betreuungsbedürftig sind.

Hast du in Sachen Balance zwischen Beruf und Familie vielleicht einige praktische Tipps für andere Eltern?  
Für beide Bereiche, also Beruf und Familie, sollte es genügend Raum geben. Dabei ist es hilfreich, ein Netzwerk aufzubauen. Das können Familienmitglieder wie Oma, Opa oder Freunde, Paten, aber auch Nachbarn sein. Das gilt gerade für alleinerziehende Elternteile.

Kommen wir zur Arbeitgeberseite. Inwiefern unterstützt dich die DURAG GROUP? Gibt es spezielle Maßnahmen und Initiativen, die dir besonders helfen?

Die DURAG GROUP bietet ein Arbeitszeitmodel mit der Möglichkeit von Gleitzeit, sodass ich mir meine Arbeitszeiten in einem gewissen Rahmen flexibel einteilen kann. Einen Teil der Kinderbetreuungskosten bekomme ich ebenfalls erstattet. Auch die Möglichkeit zum Homeoffice hilft enorm.

Was würdest du dir darüber hinaus wünschen?  

Meiner Ansicht nach hat die DURAG GROUP verstanden, dass gut ausgebildete Mütter ein erhebliches Potenzial für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens bieten. Es wurden bereits einige entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen, die mir als berufstätiger Mutter sehr helfen. Natürlich geht da noch mehr, zum Beispiel die vorgeschlagene Vier-Tage-Woche. Auch in diesem Zusammenhang erlebe ich meinen Vorgesetzen und die Personalabteilung offen für Neuerungen und Änderungen.

Welche Herausforderungen siehst du für berufstätige Eltern?

Eine zuverlässige Fremdbetreuung wäre die Grundlage, aber ich persönlich kann mich auf die Kitabetreuung leider überhaupt nicht verlassen. Ich lebe mit meiner Familie in Hamburg, und das kann sich natürlich von Stadtteil zu Stadtteil und von Kita zu Kita unterscheiden, manche Eltern sind mehr und manche weniger betroffen. Merklich ist aber, dass die Situation in Kitas und Schulen immer prekärer wird.

Was ist grundsätzlich nötig, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern? Wie können Unternehmen wie die DURAG GROUP Eltern besser unterstützen?  

Hauptsächlich mit Flexibilität. Das gilt sowohl mit Blick auf die Arbeitszeit als auch auf den Arbeitsort, Stichwort Homeoffice. 

Du engagierst dich ehrenamtlich im Landeselternbeirat Hamburg. Kannst du uns mehr darüber erzählen, was hat dich dazu motiviert? 

Ich engagiere mich seit knapp drei Jahren im Bezirkselternausschuss (BEA), aus einem Teil dieser Mitglieder setzt sich der Landeselternausschuss (LEA) zusammen. Um in den BEA zu kommen, muss man Elternvertreter in einer Kita sein, das ist also ein aufsteigendes System. Man kann immer viel jammern, aber wenn das alle tun und niemand etwas macht, ändert sich nichts. 

Womit genau beschäftigst du dich im Rahmen dieses Ehrenamts? 

Der aktivste Part ist meine Elternvertretungsrolle in der Kita meiner Kinder. Dort bin ich die erste Ansprechpartnerin für die Kitaleitung und die Eltern. Die Aufgaben sind vielfältig, meist aber komme ich zum Einsatz, wenn Probleme auftreten. Da ist zuerst der Ausfall und/oder die Verkürzung von Betreuungszeiten zu nennen. Daneben geht es um viele andere Punkte, wie etwa um Kinder, die aggressiv gegenüber anderen Kindern sind, um Kinder, die das Essen oder Trinken verweigern, um Erzieher, die sich bei Feueralarm nicht korrekt verhalten oder um Gruppenzusammenlegungen bei hohen Krankheitsständen des Kitapersonals, um nur einige Beispiele zu nennen. Daneben gibt es aber auch andere Aufgaben wie beispielsweise die Organisation und Unterstützung bei Festen und Feiern wie Sommer- oder Abschiedsfesten, der Gartentag, das Adventssingen. Hinzu kommen Teilnahmen an Audits, die Organisation von Geburtstagsgeschenken oder Kitafotografen suchen, es steht eigentlich immer etwas an. Im BEA geht es vermehrt um den Austausch untereinander und gegebenenfalls um die Weiterleitung von Problemen an den LEA.

Das klingt nach einer Menge Arbeit. Wie schaffst du es, den Job, das Familienleben und dieses ehrenamtliche Engagement im Bezirkselternausschuss zu vereinbaren? 

Es funktioniert mit guter Organisation, flexiblen Arbeitszeiten und -orten und mit viel Kaffee (lacht). Ich erstelle meist am Ende des Tages für den kommenden Tag, auf jeden Fall aber am Ende jeder Woche eine To-do-Liste für die kommende Woche. So habe ich alles im Blick und kann es strukturiert abarbeiten. Aber egal, wie gut ich vorgeplant habe, fällt plötzlich die Kita aus, ein Kind wird krank, ich selbst bin krank, ja, auch das kommt bei Müttern mal vor (lacht), das Auto geht kaputt oder, oder, oder. Sobald sich ein Faktor ändert, muss ich komplett umplanen und dann fallen meist Dinge aus oder verschieben sich. Hier habe ich riesiges Glück mit meinen Kolleginnen, die einspringen, wenn ich ausfalle, und meinen Vorgesetzen, die viel Verständnis für meine Situation haben und bereit sind, individuelle Lösungen zu finden.

Blicken wir in die Zukunft. Welche Initiativen oder Projekte planst du bei der DURAG GROUP oder im Landeselternbeirat, um Eltern zu unterstützen?

Aufgrund des föderalistischen Systems in Deutschland, dem auch die Kinder- und Schulbetreuung unterliegt, spreche ich aus der Sicht einer Hamburger Mutter. Wichtig finde ich den Austausch untereinander. Jede und jeder hat andere Ideen oder Lösungsvorschläge, die auch ein Lösungsansatz für die eigene Problematik in der jeweiligen Kita oder Schule sein können. Grundsätzlich geht es mir um gegenseitige Unterstützung und Verständnis füreinander. In LEA und BEA geht es hauptsächlich um Aufmerksamkeit und die Erhöhung des Drucks auf die Politik beziehungsweise die Verantwortlichen. Ich habe außerdem die Petition „Jedes Kind zählt“ unterstützt. Mit mehr als 220.000 Unterschriften war dies die größte Bundestagspetition im Jahr 2024.

Christelle Gérard

Christelle Gérard DURAG France

Area Sales Manager, DURAG France, Paris

Stationen bei DURAG France

  • Juli 2013 - Juni 2016: Sales Administration & Execution Manager (Elternzeitvertretung)
  • Seit Juli 2016: Area Sales Manager

Christelle Gérard ist eine erfahrene Vertriebsexpertin bei DURAG France, die dort seit fast zehn Jahren für ein deutliches Umsatzwachstum sorgt. Seit 2006 hat das Unternehmen seinen Aktionsradius erweitert und bietet Produkte und Dienstleistungen aus dem gesamten Portfolio der DURAG GROUP nicht nur in Frankreich, sondern auch in Belgien, Luxemburg, Spanien und Nordafrika an. In diesem Interview erzählt sie mehr über sich und das Unternehmen.

Christelle, wie sind Sie zur DURAG GROUP gekommen und seit wann sind Sie im Unternehmen tätig?

Ich kam 2013 als Mutterschaftsvertretung als Sales Administration Manager zu DURAG France. Damals waren wir ein kleines Team mit nur fünf Mitarbeitern, ich war also Manager und Führungskraft in einer Person (lacht). In diesen drei Jahren habe ich mir ein fundiertes Wissen über unsere Produkte angeeignet und meine Leidenschaft für den Kundenkontakt und die Verkaufsförderung entdeckt. 2016 wurde ich dann zum Area Sales Manager befördert. Man könnte sagen, ich habe mich selbst von der Idee überzeugt.

Welche Highlights sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Einer der Höhepunkte war das zehnjährige Jubiläum von DURAG France im Jahr 2015, bei dem ich maßgeblich an der Organisation eines Empfangs für Partner und Kunden beteiligt war. Ein weiteres unvergessliches Erlebnis war mein erstes Treffen mit einem Kunden in Belgien. Ich hatte kein Handy und mein nagelneuer Laptop war noch nicht für das Netz konfiguriert. Und der technische Leiter, der alle notwendigen Unterlagen dabeihatte, verpasste den Zug. Also musste ich meine Präsentation während der Zugfahrt zusammenstellen. Es war definitiv ein stressiger Moment, aber irgendwie habe ich es geschafft und sogar meinen ersten Auftrag bekommen. Es handelte sich um einen D-R 820 F, den Vorgänger des extraktiven Staubmessgerätes D-R 909. So lernt man, sich anzupassen und mit den Füßen zu denken - eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man als Verkäufer braucht!

Sehen wir uns DURAG France genauer an. Wie lange gibt es die Niederlassung schon und was sind ihre Schwerpunkte?

Seit 2006 bietet DURAG France, kurz DFR, Produkte und Dienstleistungen für das gesamte Portfolio der DURAG GROUP in Frankreich, Belgien, Luxemburg, Spanien und Nordafrika an. Die Tochtergesellschaft, die mit allen Arten von Industrien zusammenarbeitet, richtet ihre Aufmerksamkeit auf die Endnutzer, um ihre Serviceaktivitäten zu entwickeln und die gesamte Produktpalette auf dem Markt anzubieten. DFR ist sehr stark in der Lieferung kompletter schlüsselfertiger Projekte, einschließlich Engineering, Produkten, Installation, Inbetriebnahme und Wartung, wobei bei Bedarf sowohl interne Ressourcen als auch externe Partner eingesetzt werden. Die Hauptmärkte in der Region sind die Abfallverwertung, der Energiesektor die Petrochemie und Raffinerien, die Zement- und Chemieindustrie, die Stahl- und Glasindustrie und nicht zuletzt Universitäts- und Forschungslabors sowie nationale Netzwerke zur Überwachung der Luftqualität.

Wo genau ist der Sitz von DURAG France und wie hat sich der Standort über die Jahre entwickelt?

Das Büro befindet sich im Herzen von Rueil Malmaison, einem westlichen Vorort von Paris, nur 12,6 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Rueil ist berühmt für das Château de Malmaison, die ehemalige Residenz Napoleons und seiner ersten Frau Joséphine. Die Stadt zog auch impressionistische Maler wie Pierre-Auguste Renoir, Édouard Manet und Claude Monet an, die sich von der malerischen Aussicht auf die Seine inspirieren ließen. DFR ist im Laufe der Jahre stark gewachsen und ist heute ein wichtiger Akteur auf dem Markt für Verbrennungs- und Emissionsüberwachung. Trotz der starken Konkurrenz ist es DFR gelungen, ein hoch qualifiziertes und komplementäres Team zusammenzustellen, das im vergangenen Jahr dank unserer Fähigkeit, unsere Lösungen zu diversifizieren und zu erweitern, eine entscheidende Rolle bei der Erzielung eines Rekordumsatzes gespielt hat. Darauf sind wir sehr stolz.

Gibt es spezielle Schwerpunkte oder Herausforderungen für DURAG France?

Was die inhaltliche und regionale Ausrichtung betrifft, so besteht eine der größten Herausforderungen für DFR darin, sich in einem Wettbewerbsumfeld zu behaupten, das ständige Innovation und Differenzierung des Produktangebots verlangt. Darüber hinaus erfordert die Anpassung an die Entwicklung der Umweltgesetzgebung und der Kundenerwartungen in Frankreich und auf dem europäischen Markt im Allgemeinen eine ständige Wachsamkeit und Anpassung. Von diesen Bemühungen und entsprechenden Erfolgen profitiert auch die DURAG GROUP insgesamt.

Wie schätzen Sie das Entwicklungspotenzial von DURAG France ein?

Das Entwicklungspotenzial des DFR-Standorts in den westlichen Vororten von Paris ist beträchtlich. Die Nähe zu einem der wichtigsten Wirtschaftszentren Europas bietet Zugang zu einem großen Pool an Talenten und potenziellen Kunden, was weiteres Wachstum begünstigt. Da die Umweltauflagen in Frankreich und Europa immer strenger werden, steigt die Nachfrage nach modernen Überwachungslösungen wie unseren. DFR ist gut positioniert, um diese Chancen zu nutzen, indem wir unser qualifiziertes Team und unser innovatives Produktportfolio nutzen, um unsere Marktpräsenz zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu fördern.

Was wünschen Sie sich persönlich und für DURAG France?

Ich fühle mich als Teil einer großen DURAG Familie, die in Frankreich expandiert und nun rund 100 Mitarbeitende bei DURAG France und AP2E beschäftigt. Ich bin stolz, ein Teil dieses Teams zu sein und wünsche ihm eine erfolgreiche Zukunft. Persönlich wünsche ich mir ein weiteres Wachstum von DFR, den Ausbau seiner Führungsposition und dass DRF eine Quelle der Inspiration innerhalb der DURAG GROUP bleibt. Ich wünsche mir, dass unser Team weiter wächst und seine vielfältigen Talente und seinen einzigartigen Teamgeist nutzt, um Innovation und Erfolg voranzutreiben. Um unsere lokale Präsenz weiter zu stärken, haben wir vor Kurzem neben dem allgemeinen LinkedIn-Profil der DURAG GROUP eine eigene LinkedIn-Seite für DURAG France eingerichtet, die es uns ermöglicht, mit unseren Partnern auf Französisch zu kommunizieren. Ich freue mich auf zahlreiche neue Follower auf unseren Social-Media-Kanälen und darauf, diese Gemeinschaft wachsen zu sehen, um unseren Weg gemeinsam mit derselben Leidenschaft und demselben Engagement fortzusetzen.

Narendar Londhe

Technical Consultant / Customer Service, DURAG India, Bengaluru 

Bisherige Stationen bei DURAG India 

  • Oktober 2018 – März 2021:  Senior Sales Engineer 
  • Seit April 2021: Technical Consultant / Customer Service 

Anfang 2024 hatte unser Hamburger Team im Customer Service für einige Wochen einen besonderen Gast: den 45-jährigen Narendar Londhe, Technical Consultant bei DURAG India. Indem er mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort tatkräftig an alltäglichen Arbeitsprojekten mitarbeitete, bildete er sich am Standort Kollauhof in Sachen CRM und SAP weiter. Seit Mitte März wendet er das Gelernte nun in seinem Job am Standort Bengaluru an. Mehr über seine Zeit an der Elbe, aber auch über die Geschichte von DURAG India und seine Aufgaben im Unternehmen berichtet er im Interview. 

Narendar, was ist Ihre genaue Funktion innerhalb der Firma, wie und wann sind Sie zu DURAG India gekommen? 

Ich bin Absolvent des Bachelor-Studiengangs „Instrumentation Engineering“ und habe ein Diplom im selben Bereich. Ich habe mich 2018 auf eine offene Stelle als Vertriebsingenieur beworben, zwei Vorstellungsgespräche geführt und im Oktober 2018 den Job als Senior Sales Engineer bei DURAG India in Bengaluru erhalten. Zu meinem Aufgabenbereich gehörten anfangs die Erstellung von Angeboten für verschiedene Produkte, Ausschreibungseinreichungen und Kalkulationen. Hinzu kam die Beantwortung von technischen Kundenanfragen, außerdem Kundengespräche und die Pflege von ISO-bezogenen Dokumenten. Im Jahr 2021 wurde ich dann in den Kundendienst (Customer Service) als Technical Consultant übernommen. Dabei wurde mein Aufgabenprofil erweitert, indem ich zusätzlich noch CRM-Möglichkeiten erarbeitete, Lieferanten registrierte, Auftragsbestätigungen vorbereitete und Auftragsbesprechungen mit dem Produktions-, Technik- und Versandteam durchführte. 

Können Sie uns mehr über den Standort DURAG India erzählen? 

DURAG India gibt es seit 2002. Die Geschichte dieses Standortes der DURAG GROUP begann 1997 mit einem Verbindungsbüro in Secunderabad. Im Jahr 2002 folgte eine Niederlassung in Bengaluru, 2006 wurde dann die DURAG India Instrumentation Private Limited gegründet. Unser neues, modernes Bürogebäude wurde im Mai 2022 mit einer feierlichen Eröffnung in Bengaluru zelebriert. Obwohl der eigentliche Einzug bereits am 1. Oktober 2021 erfolgt war, konnte die offizielle Einweihung aufgrund der Pandemie erst mehrere Monate später nachgeholt werden. Der Firmensitz befindet sich in Peenya, also im Industriezentrum von Bengaluru. Die Gesamtzahl der Beschäftigten beläuft sich derzeit auf rund 35 Mitarbeiter auf den Produktions- und Montageflächen sowie im Backoffice. Es handelt sich um ein großzügiges Gebäude mit drei Stockwerken, wobei das Erdgeschoss für Produkttests, Warenverpackung, das Lager sowie die Verladung von Material vorgesehen ist. Im ersten Stock befinden sich die Kalibrierungsabteilung, je ein Schulungs- und Konferenzraum, der Montage- sowie der Verkabelungsbereich und die Arbeitsplätze der Produktions- und Serviceleiter. Die zweite Etage beherbergt die Büroräume sowie die Kantine. 

Was sind typische Merkmale der indischen Arbeitskultur und inwieweit profitiert die DURAG GROUP davon? 

Unser Team zeichnet sich durch eine hohe Flexibilität, viel Engagement und eine offene Arbeitskultur aus, Kommunikation und Transparenz sind uns wichtig. Entsprechend ist die Mitarbeiterfluktuation gering, alle arbeiten kontinuierlich an der Maximierung ihrer persönlichen Kompetenzen und somit wiederum an der Steigerung der Produktivität. Ich denke, das spricht für sich. 

Was sind Ihre persönlichen Highlights bisher bei DURAG India? 

Jedes Jahr organisiert DURAG India eine Schulung und interaktive Sitzungen mit den Mitarbeitern seiner Vertriebspartner zum Thema Verkauf und Service von Produkten der DURAG GROUP. Diese Veranstaltung dient dem Austausch von Ideen, wir diskutieren gemeinsam Kundenanforderungen für spezifische Anwendungen in unterschiedlichen geografischen Gebieten. Es geht aber natürlich auch um Konkurrenzprodukte und vieles mehr. Diese Veranstaltung dauert zwei bis drei Tage und beeindruckt mich aufgrund des direkten Austausches mit den Mitarbeitern immer wieder aufs Neue. Wir lernen ihre Herausforderungen kennen und sie lernen, unsere Probleme im Hinblick auf die täglichen Arbeitsschwerpunkte zu verstehen.   

Anfang 2024 haben Sie bei der DURAG GROUP in Hamburg das Customer-Service-Team unterstützt. Wie kam es dazu? 

Das Ganze wurde vom Kundendienst und Verkauf in Hamburg initiiert. Erste Ideen dazu gab es im November letzten Jahres und mein Einsatz dort begann im Januar 2024. Es war keine Fortbildung im klassischen Sinne, denn bis Mitte März habe ich als Teil des Teams an dessen typischen Aufgaben mitgearbeitet. Alles, was ich in Hamburg gelernt habe, ist Teil meines Berufsbildes in meiner Heimat, sodass ich das Gelernte zu fast 90 Prozent in meiner Tätigkeit in Indien anwenden kann. Ich habe direkt nach Ende meiner Zeit in Deutschland am 15. März die entsprechende Verantwortung im Büro von DURAG India übernommen.  

Worum ging es inhaltlich? 

Im Bereich CRM habe ich viel Neues gelernt, zum Beispiel über verschiedene Arten von Tickets. Alle eingehenden Anfragen werden über dieses Ticketsystem registriert, es ging um die Prozessschritte bei deren Lösung und Bearbeitung. Thematisiert wurde auch die Generierung einer Auftrags- und Sales-ID, die Erstellung von Auftragsbestätigungen mit den SAP-Tools. Mein neuer Verantwortungsbereich in Indien umfasst die Tickets der Region Asia-Pacific und wurde kürzlich noch um die Region Europa, Naher Osten und Afrika erweitert. 

Gab es besondere Erlebnisse und Freizeitaktivitäten in Hamburg? 

Ich habe den sehr guten persönlichen Austausch mit dem Technikteam genossen, in dem wir unsere Herangehensweise an bestimmte Arbeitsprojekte und die damit verbundenen Herausforderungen besprochen haben. Auf sozialer Ebene war die Müllsammelaktion „Hamburg räumt auf“ am 5. März neu und beeindruckend für mich, dabei haben wir das Areal am Hamburger Standort Kollauhof von Abfall befreit.  Und in der letzten Woche meiner Fortbildung wurde ein Abschiedsfrühstück für mich veranstaltet, welches wirklich gut war und mir sehr gefallen hat. Außerdem habe ich mich über die privaten Essenseinladungen von Freunden, aber auch von Vorgesetzten und Kollegen wie Konstanze Müller, Head of Customer Services, und Ujjwal Thakur, Technical Consultant gefreut. Übrigens hat die DURAG GROUP extra für meinen Aufenthalt ein Apartment für mich angemietet und mir für die Zeit ein Deutschland-Ticket geschenkt. So konnte ich in meiner Freizeit viel reisen und habe verschiedene Tagesausflüge gemacht, um hautnah die deutsche Kultur zu erleben. Unter anderem war ich in Berlin, Lübeck, Lüneburg und Bremen. 

Markus Pesch

Senior Expert Ambient Air, GRIMM AEROSOL TECHNIK / DURAG GROUP, Standort Friedersorf

Stationen bei GRIMM AEROSOL TECHNIK seit 2015 ein Unternehmen der DURAG GROUP

  • 2008 - 2014: Technischer Direktor inkl. wissenschaftlichem Vertrieb bei GRIMM AEROSOL TECHNIK
  • 2014 - 2020: Technischer Direktor und Entwicklungsleiter bei GRIMM AEROSOL TECHNIK
  • 2020 - 2023: Manager für Training & Development
  • Seit 2023: Senior Expert Ambient Air

Markus Pesch, Jahrgang 1965, ist promovierter Ingenieur für Technischen Umweltschutz und seit 2023 Senior Expert Ambient Air. Sein Werdegang bei uns begann bei GRIMM AEROSOL TECHNIK. Das Unternehmen mit Sitz in Friedersdorf ist spezialisiert auf innovative Lösungen für die Erfassung und Analyse von Aerosolpartikeln in verschiedenen Bereichen wie Umweltüberwachung, Arbeitsplatzsicherheit und Forschung. Der Familienvater und leidenschaftliche Triathlet Pesch spricht im Interview über die dortigen Strukturen und Prozesse, aber auch den einzigartigen Teamgeist.

Markus, wie und wann bist du zur DURAG GROUP gekommen?

Die ersten Berührungspunkte zur DURAG GROUP gab es im Jahr 2015, als Hans Jürgen Grimm sich entschied, seine nach ihm benannte Firma zu verkaufen. Ihm war es damals wichtig, sie an ein deutsches Unternehmen zu übergeben, das in einem ähnlichen Bereich wie GRIMM AEROSOL TECHNIK tätig war. So wollte er den Bogen zwischen den Themen Emission und Immission spannen. Zu dieser Zeit habe ich ihn dabei unterstützt, die Firma der DURAG GROUP vorzustellen. Im Herbst 2015 wurde sie dann übernommen.

Wie war dein Werdegang davor, welche Ausbildung hast du gemacht und seit wann gehörtest du schon zum Team von GRIMM AEROSOL?

Vor meiner Zeit bei GRIMM habe ich an der TU Berlin das Ingenieursstudium Technischer Umweltschutz mit Schwerpunkt Luftreinhaltung studiert und unter Professor Gerhard Israel zum Luftschadstoff Ozon promoviert. Er war eine Koryphäe auf dem Gebiet der Luftreinhaltung und Aerosole und seiner Zeit damit um viele Jahre voraus. Der erste Kontakt mit GRIMM ergab sich während meiner Universitätszeit im Rahmen eines Berliner Forschungsprojekts zur Ursachenanalyse von PM2,5, Feinstaub mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 Mikrometern, und ultrafeinen Partikeln mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 Mikrometern. Dabei kam die Nano-Messtechnik und das Feinstaubmessgerät EDM 180 von GRIMM zum Einsatz. Nach einem Besuch des GRIMM-Geschäftsführers entschied ich mich, trotz meiner Verbundenheit zur Universität, für den Wechsel in die Wirtschaft. Die Möglichkeit, mich persönlich in einem Unternehmen mit globaler Markenpräsenz weiterzuentwickeln, überzeugten mich.

Kannst du noch etwas zur Geschichte von GRIMM AEROSOL TECHNIK erzählen?

Die Firma wurde von Hans Jürgen Grimm vor über 40 Jahren in Ainring gegründet, wo er lebte. Aufgrund des Firmenwachstums und des damaligen Produktions- und Entwicklungsleiters wurde eine weitere Niederlassung in Pouch gegründet. 2018 erwarb die DURAG GROUP ein neues Gebäude in Friedersdorf, das seither als Standort für die Produktion und Entwicklung dient. Es bietet ausreichend Platz für zusätzliches Personal und erweiterte Produktionskapazitäten. Die Investitionen in diese Region sind bedeutend und zeigen das Engagement der Unternehmensgruppe. Derzeit sind rund 50 Mitarbeiter in Friedersdorf beschäftigt, während in Ainring sieben Mitarbeiter arbeiten.

Wie hat sich der Standort entwickelt?

Er hat sich in den letzten Jahren in Bezug auf Strukturen und Prozesse deutlich weiterentwickelt. Das kommt auch bei den Kunden gut an. Die Erweiterung der Räumlichkeiten bedeutet außerdem eine Steigerung der Produktionskapazitäten. Hervorzuheben ist das Zusammengehörigkeitsgefühl, das wir durch gemeinsame Aktivitäten fördern. Der Teamgeist ist bei uns stark ausgeprägt und trägt maßgeblich zum Erfolg unseres Standorts bei. Allerdings stehen auch wir vor der Herausforderung, Fachkräfte zu rekrutieren.

Welche Highlights sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Durch meine Zeit an der Universität bin ich es gewohnt, Präsentationen zu halten - allerdings nicht auf Französisch. Dementsprechend war mein Vortrag beim „Ambient Air Day“ in Paris mit DURAG France etwas ganz Besonders für mich. Ein weiteres Highlight für mich war die „I2SM“ auf Mallorca, bei der ich GRIMM AEROSOL TECHNIK der DURAG Unternehmensgruppe vorstellen durfte. Mein Vortrag wurde mit einem Pokal in Form einer Flamme als beste Präsentation der Veranstaltung ausgezeichnet. Dieser hat seitdem einen Ehrenplatz in meinem Büro. Auch das Partner-Meeting der DURAG GROUP im Jahr 2023 und das erste Ambient Air-Training für die Kollegen der DACH-Region Ende 2022 sind mir gut in Erinnerung geblieben. Wir hatten eine unglaublich gute Stimmung in Friedersdorf und das Feedback der Teilnehmer hat mich richtig glücklich gemacht!

Woran arbeitest du aktuell?

Zusammen mit der Academy-Abteilung arbeite ich an der Entwicklung einer Schulungsreihe, in der mittels Videos und webbasierten Trainings (WBTs) Ambient-Air-Inhalte vermittelt werden. Dazu gehören Grundkenntnisse über Aerosole und gasförmige Luftschadstoffe sowie Informationen über die Messgeräte. Der Schwerpunkt liegt auf den vielfältigen und faszinierenden Einsatzmöglichkeiten unserer Geräte. Die Schulungen sind in verschiedene Wissensstufen unterteilt und erfordern keine Vorkenntnisse. Ich habe das gute Gefühl, in diesem Bereich etwas bewegen zu können und damit unsere Unternehmensgruppe voranzubringen. Dass thematisch jetzt noch der Ambient-Air-Bereich von AP2E dazu kommt, ist einfach genial. Deren Messprinzip OFCEAS in Kombination mit LPS ist für Gasmessungen das Beste und Faszinierendste, was mir bisher begegnet ist. Wie bei GRIMM geht es nun darum, die vielen PS noch besser auf die Straße zu bringen.

Kommen wir abschließend zum Entwicklungspotenzial, wie schätzt du es ein und was wünscht du dir?

Unser Entwicklungspotenzial am Standort GRIMM AEROSOL TECHNIK in Friedersdorf ist vielversprechend. Durch die brillante Messperformance unserer Geräte, haben wir eine hervorragende Grundlage, um sie noch weiter zu optimieren. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit dem Fokus auf unsere Kernkompetenzen und durch zusätzliches Personal künftig viele unserer Ziele erreichen können. Hierbei spielen auch ein starker Vertrieb und interne Schulungsangebote eine wichtige Rolle. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir qualifizierte Mitarbeiter langfristig binden können, indem wir weiter in ihre Entwicklung investieren und ihnen Perspektiven bieten. Innerhalb der DURAG GROUP haben wir in den letzten Jahren bereits viel erreicht. Wenn wir diesen Spirit noch stärker nach außen tragen können, sehe ich noch viele Chancen und Wachstumspotenziale.

Matthias Schultz

Matthias Schultz

Stellvertretender Abteilungsleiter Mechanik DURAG GROUP, Standort Hamburg

Hamburg, März 2024 - Matthias Schultz ist bei der DURAG GROUP stellvertretender Abteilungsleiter der Mechanik. Der 37-Jährige hat im Jahr 2010 als Zerspanungsmechaniker bei uns angefangen und erlebt seither den Wandel in der Fertigung hautnah mit. Lesen Sie hier mehr über den Automatisierungs- und Digitalisierungsprozess bei der DURAG GROUP.

Automatisierung und Digitalisierung der Zerspanung: Vom Stangenlader zur Hightech-Maschine

2010, in Matthias Schultz‘ erstem Jahr bei der DURAG GROUP gab es bereits eine Automatisierungslösung: Mit einem Stangenlader wurde das entsprechende Material einer CNC-Drehmaschine zugeführt. Seither hat sich in seinem Arbeitsfeld allerdings eine Menge getan. Seit drei Jahren kommt in der Fertigung zusätzlich ein Bestückungsroboter zum Einsatz: In dessen Drehzentrum werden automatisch Sägeabschnitte be- und entladen. Matthias Schultz blickt mit uns auf den Weg der DURAG GROUP zu mehr Digitalisierung und Effizienz.

Schultz startete 2010 im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung als Zerspanungsmechaniker in der Fertigung der DURAG GROUP am Standort Hamburg; nach einem Jahr wurde er fest angestellt. 2023 übernahm er den Posten als Ausbilder und seit demselben Jahr ist er stellvertretender Abteilungsleiter der Mechanik, wo er mit einem Team von 21 Kollegen arbeitet.

Der technische Fortschritt hat den Arbeitsalltag verändert: „Früher stand ich buchstäblich den ganzen Tag an der Maschine, um Werkstücke ein- und auszuspannen.“ Denn in seiner Anfangszeit bei der DURAG GROUP wurden die Bauteile meistens an mehreren Maschinen bearbeitet. Nach dem Drehen ging es also zum Fräsen, um beispielsweise Löcher oder Gewinde einzubringen.

Hochmoderne Maschinen für mehr Effizienz

In jüngster Vergangenheit wurde in hochmodernes Equipment investiert, das beides kann: drehen und fräsen. „Heute wird eine einzige Maschine eingerichtet und der Werkstückspeicher des Roboters bestückt, danach folgt die komplette Bearbeitung der Bauteile“, so Matthias Schultz. Direkt nach der Einrichtung habe die zuständige Person entsprechend Zeit, um sich anderen wichtigen Tätigkeiten des Produktionsprozesses zu widmen. „Wir sparen auf diese Weise mindestens einen Arbeitsgang und konnten so die Durchlaufzeit pro Fertigungsauftrag verringern“, sagt der Hamburger. „Von 2020, dem Jahr vor der Automatisierung, bis 2022 konnten wir die produktive Zeit der Anlage um 57 Prozent steigern.“

Momentan ermöglichen zwei der insgesamt neun Dreh- und Fräsmaschinen in der Zerspanungsabteilung eine Sechs-Seiten-Komplettbearbeitung. Sie arbeiten eigenständig und ohne Manpower eine zweite Schicht. „Es wird ein Rohteil eingelegt, am Ende kommt ein fertig bearbeitetes Werkstück heraus“, verdeutlicht Schultz. Die automatische Beladung der Werkstücke garantiere zudem eine deutlich höhere Wiederholungsgenauigkeit und Exaktheit beim Spannvorgang.

Das vorhandene NC-Programm der Bearbeitungsmaschine funktioniert denkbar einfach. Sie wird mittels numerischen Anweisungen gesteuert und führt sehr präzise Bewegungen und Arbeitsschritte durch. „Am Roboter müssen vorab acht Parameter eingegeben werden. Anschließend werden die Backen gewechselt und schon ist der Roboter einsatzbereit. Gefühlt ist die Bedienung eines Smartphones schwieriger”, sagt Matthias Schultz mit einem Augenzwinkern. Vor der Einführung des Roboters sei lediglich eine zweitägige Schulung erforderlich gewesen.

Automatisierung, Digitalisierung – und bald auch KI

Speziell mit Blick auf bestimmte Teile ist die Automatisierung bei der DURAG GROUP in seinen Augen eine Erfolgsgeschichte. „Früher wurden die Bauteile fertig bearbeitet vom Gießer geliefert“, erinnert sich Schultz. „Aufgrund von Engpässen während der Coronapandemie konnte unser Zulieferer jedoch nur noch die Rohteile liefern. Also haben wir die Teile direkt bei uns maschinell bearbeitet.“ Dank der automatisierten Anlage konnte die Fertigung fast 24 Stunden laufen.

„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, werden die Themen Automatisierung und Digitalisierung immer wichtiger“, so Schultz. „Auch KI, also künstliche Intelligenz, ist im Fertigungsbereich gar nicht mehr so weit weg.“ Hoch qualifizierte Mitarbeitende, die den ganzen Tag an der Maschine stehen, werde es hingegen nicht mehr geben. Aufgrund des Fachkräftemangels führe kein Weg an mehr Automatisierung und Digitalisierung vorbei. Einerseits müssten die Mitarbeiter von einfachen Tätigkeiten entlastet werden, damit sie sich ausschließlich um komplexe, ihrer Qualifikation entsprechende Tätigkeiten kümmern können. Andererseits bedeute eine höhere Auslastung der Bearbeitungsmaschinen eine höhere Effizienz.

Der 37-Jährige blickt zuversichtlich in die Zukunft seines Arbeitsbereiches: „Hier bei der DURAG GROUP haben wir erfolgreich die ersten Schritte in die richtige Richtung getan. Ich gehe fest davon aus, dass dieser Kurs weiterverfolgt wird. Bei der Anschaffung neuer CNC-Bearbeitungsmaschinen wird es sicher nicht ohne Automatisierungslösungen gehen, davon bin ich überzeugt. Und im Hinblick auf die Digitalisierung der Fertigung sehe ich bei uns noch Potenzial.“

Verena Buchem

Verena Buchem

PEM Product Portfolio Manager DURAG GROUP, Standort Hamburg

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März haben wir uns mit Verena Buchem unterhalten. Sie ist seit 2018 im Unternehmen und erlebt mit, wie immer mehr Frauen Teamleitungs- und Abteilungsleitungspositionen übernehmen. Sie selbst ist aktuell Product Portfolio Manager für den PEM-Bereich. Die 37-jährige Mutter eines Sohnes berichtet von ihrem eigenen Werdegang bei der DURAG GROUP und spricht mit uns über eine Arbeitswelt im Wandel, hin zu mehr Gleichberechtigung für Frauen.

Verena, seit rund 100 Jahren wird am 8. März der Internationale Frauentag gefeiert, an dem es nicht zuletzt um die Gleichstellung am Arbeitsplatz geht. Wie erlebst du persönlich den Wandel der Frauenrolle in der Arbeitswelt?

Nach meinem Studium der Biotechnology-Verfahrenstechnik habe ich in einem Maschinenbauunternehmen gearbeitet. Dort war es leider noch selbstverständlich, dass ich als Frau in Meetings das Protokoll geschrieben habe. Und verbale Diskriminierungen mussten akzeptiert werden, „weil es halt so ist“. Heute nehme ich einen starken Wandel wahr, immer mehr Beteiligte erkennen Sexismus, wenn sie ihn sehen oder hören. Und sie trauen sich, das auch in der jeweiligen Situation offen anzusprechen, das ist eine tolle Entwicklung. Dennoch sind es eher Frauen als Männer, denen so etwas auffällt. Ich bin davon überzeugt, dass wir mehr männliche Fürsprecher benötigen, die eine Sensibilität für feministische Belange entwickeln. Wir dürfen nicht vergessen, dass weltweit die Unternehmenskulturen maskulin geprägt sind. Erst seit circa 105 Jahren dürfen Frauen in Deutschland wählen. Vor dem Gesetz sind wir Frauen erst seit knapp 65 Jahren gleichberechtigt. Und erst seit 47 Jahren dürfen wir eigenständig entscheiden, ob und was wir arbeiten. Vor diesem Hintergrund ist der Status quo nicht erstaunlich. Es ist nun an uns und unseren männlichen Kollegen, eine neue Kultur zu prägen.

Inwieweit sorgt die DURAG GROUP für gleichgestellte Mitarbeiterinnen, wie hat sich die Zahl der weiblichen Angestellten über die Jahre entwickelt?

Ich bin zwar erst seit 2018 im Unternehmen, nehme aber eine Veränderung wahr. Es sind mehr Frauen in Teamleitungs- und Abteilungsleitungspositionen als noch vor sechs Jahren. Dennoch sind Frauen immer noch eher im kaufmännischen, im Personal- oder Marketingbereich zu finden. Das liegt aber nicht an der DURAG GROUP, sondern an unseren grundsätzlichen gesellschaftlichen Normen und Konventionen. Unabhängig vom Geschlecht bietet die DURAG GROUP allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Entwicklungschancen. Ich denke aber, da ist noch Potenzial für mehr Aufklärungsarbeit, Programme und Initiativen zum Thema Diversität, eine gleichberechtigte Unternehmenskultur und Gleichstellung.

Was genau ist dein Aufgabenfeld bei der DURAG GROUP?

Ich habe im April 2018 als Produktmanagerin für unseren Gesamt-Quecksilber-Analysator angefangen. Nachfolgend habe ich weitere Produkte des PEM-Portfolios verantwortet. Dann wurde ich Mutter eines Sohnes und bin seit meiner Rückkehr aus der Elternzeit im April 2022 als Produktportfoliomanagerin für den PEM-Bereich tätig. Seit Februar 2023 unterstütze ich das PEM-Produktmanagement und die Technische Dokumentation in der Umstrukturierung.

Welche Highlights sind dir in besonderer Erinnerung geblieben?

Durch meine Rolle habe ich das Privileg, weltweit tätig zu sein. Internationale Konferenzen, Kundenbesuche oder die Begegnung mit unseren langjährigen Vertriebsteams und dem weltweiten Partnernetzwerk begeistern mich. Die Vielfalt der Menschen, Charaktere und Kulturen inspirieren mich jedes Mal aufs Neue, jede Begegnung, jedes Erlebnis zahlt in meine persönliche Entwicklung ein. Dafür, dass ich das erleben darf, bin ich sehr dankbar.

Hast du Einfluss auf die jüngeren Frauengenerationen bei der DURAG GROUP und was wünscht du dir für zukünftige Mitarbeiterinnen im Unternehmen?

Wir haben tolle junge Frauen bei uns. Und eine meiner selbst gewählten Rollen ist es, ein Vorbild für nachkommende Generationen zu sein (lacht). Ob Frau oder Mann ist dabei aber ehrlicherweise zweitrangig. Ich möchte mit meiner Art, mit Menschen umzugehen, und mit meiner Arbeitsweise im positiven Sinne anstecken. Wenn ich in den letzten Jahren nur eine Frau inspiriert habe, „ihren Mann zu stehen“, dann habe ich schon viel erreicht. Aber fest steht, Frauen müssen sich gegenseitig unterstützen, fördern und fordern. Wir werden in unserer Branche vielleicht immer in der Minderzahl sein. Umso mehr müssen wir unsere Kompetenzen, unsere Werte und nicht zuletzt unsere Weiblichkeit aktiv feiern, um am Ende optimale Entscheidungen zu treffen und somit die Zusammenarbeit nachhaltig zu verbessen. Ich wünsche mir für zukünftige Frauengenerationen im Unternehmen das Bewusstsein, dass Frauen, die sich für unsere Branche entscheiden, schon von vornherein einen besonderen Kampfgeist haben. Wir müssen uns nicht der maskulinen Unternehmenskultur anpassen, sondern wir sind exakt so gut wie wir sind. Damit können wir einen enormen Mehrwert zum Unternehmenserfolg beitragen.

Stefan Kägi

Stefan Kägi im Treppenhaus der DURAG GROUP in Hamburg

Personalsachbearbeiter im Personalwesen, DURAG Holding AG, Standort Hamburg

Stationen DURAG:

  • 2005: Start der Ausbildung als Industriekaufmann
  • 2008: Abschluss der Ausbildung, Tätigkeit in der Finanzbuchhaltung
  • 2009: Ausbilder für Industriekaufleute am Standort Hamburg
  • 2020: Wechsel von der Finanzbuchhaltung ins Personalwesen
  • Seit 2021: Ausbilder für studierende Auszubildende

Stefans Laufbahn in der DURAG GROUP begann 2005 mit einer Ausbildung zum Industriekaufmann, die er 2008 erfolgreich abschloss. Nach einigen Jahren in der Finanzbuchhaltung wechselte er 2020 in die Personalabteilung. Dabei nahm er einen Großteil seiner vorherigen Aufgaben mit, konnte sich aber noch stärker als zuvor um den beruflichen Nachwuchs kümmern. Warum ihm das Thema Ausbildung besonders am Herzen liegt und was für ihn den Reiz der DURAG GROUP ausmacht, können Sie hier nachlesen.

Wie kam es dazu, dass du dich bei der DURAG GROUP beworben hast?

„Ich hatte bereits eine erste Ausbildung als Energieelektroniker bei Beiersdorf absolviert, stellte aber fest, dass es dort für mich nicht passte. Auf der Suche nach einer zweiten Ausbildung bin ich auf eine Stellenanzeige der DURAG GROUP gestoßen. Die mittelständische Unternehmensgröße und die kurzen Wege zwischen den Abteilungen haben mich, nach meinen Eindrücken bei Beiersdorf, sofort angesprochen.“

Was sind deine Haupttätigkeiten und was davon macht dir besonders viel Spaß?

„Ich kümmere mich um unsere Auszubildenden, die Praktikantinnen und Praktikanten sowie die Themen Zeitwirtschaft und Fuhrpark. Außerdem bin ich Ausbilder für unsere Industriekaufleute und für diejenigen, die auch studieren. Besonders Spaß macht mir der Part des Ausbilders. Dabei kann ich mit meist jungen Menschen zusammenarbeiten und ihnen die Möglichkeit geben, ihren Wunschberuf zu erlernen, sich später im Beruf bestmöglich zu verwirklichen und sich auf Basis der Ausbildung kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Du bildest bereits seit 2009 den beruflichen Nachwuchs der DURAG GROUP aus. Was genau reizt dich an deiner Tätigkeit als Ausbilder?

„Das Arbeiten mit jungen Auszubildenden, Hilfestellung geben, teilweise Sorgen und Nöte besprechen und hierbei zu einem guten Ergebnis kommen – das ist das Schöne an meiner Arbeit. Außerdem bin ich involviert in die Organisation von jahrgangs- und ausbildungsübergreifenden Zusammenkünften wie der Einführungswoche, Teambuildingmaßnahmen, Projektwochen und dem Girls & Boys Day. Das sind spannende und wichtige Veranstaltungen für unsere auszubildenden Industriekaufleute, Elektroniker und Zerspanungsmechaniker, es ist aber auch eine wichtige und intensive Zeit für uns Ausbilder.“

Gab es Erlebnisse oder Projekte in deiner Zeit bei der DURAG GROUP, die dich besonders beeindruckt haben?

„Mir fallen dazu zwei Beispiele ein. Das frühzeitige Erkennen von Potenzial bei Auszubildenden finde ich enorm. In meiner Zeit als Ausbilder gab es viele solcher Fälle. Bei einer unserer Auszubildenden wusste man bereits im ersten Lehrjahr, welche Position sie nach der Ausbildung besetzen könnte. Nach Rücksprache mit ihr wurde die offene Stelle eineinhalb Jahre intern betreut und für sie offengehalten. Die Auszubildende wechselte selbstverständlich nach der Ausbildung in diese anspruchsvolle Position und entwickelte sich von dort ebenfalls Stück für Stück weiter.

Ein anderes Beispiel ist der Umgang der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Neuerungen. Die DURAG GROUP hat sich ständig weiterentwickelt. Auf dem Weg zu einem modernen Unternehmen war es oft nötig, neue Software und ERP-Systeme einzuführen. Diese Einführungen wurden durch das offene und aufgeschlossene Wesen der Kolleginnen und Kollegen unterstützt und mit viel Arbeit, Fleiß und Engagement zügig umgesetzt. Diese Einstellung – offen für Neues zu sein – hat mich immer wieder positiv überrascht.“

Was unterscheidet die DURAG GROUP von anderen Arbeitgebern, die du kennengelernt hast?

„Ich finde die angenehme Unternehmensgröße positiv und auch das nette Miteinander und die gemeinsamen Events. Die Aufstiegschancen – bei entsprechenden Qualifikationen – sind deutlich höher als bei anderen Unternehmen. Und natürlich ist auch die Ausbildung auf einem sehr hohen Niveau. Wir begegnen den Auszubildenden bereits in der Ausbildung auf Augenhöhe.“

Andreas Bauer

Abteilungsleiter Elektronische Serienfertigung und Reparatur, DURAG GmbH, Standort Hamburg

Stationen DURAG:

  • 1979: Start Ausbildung als Feingeräteelektroniker
  • 1983: Übernahme nach der Ausbildung als Techniker 
  • 1987: Abteilungsleiter Flamme (Elektronische Einzelfertigung, Feuerungstechnik)
  • 2015: Abteilungsleiter Elektronische Serienfertigung
  • 2019: 40-jähriges Firmenjubiläum
  • 2020: Abteilungsleiter Reparatur

Andreas begann 1979 seine Ausbildung als Feingeräteelektroniker bei der DURAG GROUP und ist mittlerweile seit über 40 Jahren im Unternehmen tätig. Er wurde nach seiner Ausbildung als Techniker übernommen und stieg anschließend bis zum Abteilungsleiter der Elektronischen Serienfertigung und Reparatur auf. Welche Berufsstationen er durchlaufen hat und was seine täglichen Herausforderungen und Highlights sind, lesen Sie hier.

Welche waren deine wichtigsten Berufsstationen?

„Der heutige Ausbildungsberuf Elektroniker für Geräte und Systeme wurde damals noch in zwei Schritten – mit der Ausbildung zum Mechaniker und im Anschluss als Elektroniker – angeboten.“ Für diesen Weg entschied sich auch Andreas bei der DURAG GROUP. Nach der Ausbildung wurde er als Techniker übernommen und bereits vier Jahre später wurde Andreas die Abteilungsleitung der Feuerungstechnik übertragen. „Als junger Mann von 25 Jahren war das viel Verantwortung, die man übernommen hat, aber auch prägend für die Zukunft.“

2019 feierte Andreas sein 40-jähriges Firmenjubiläum: „Wenn ich mich nicht so wohlgefühlt hätte, wäre ich nicht hiergeblieben.“

Was sind deine Tätigkeiten?

Aktuell leitet Andreas die Abteilung Elektronische Serienfertigung, wo Flammenwächter und Umweltmesstechnik produziert werden, sowie die Abteilung Reparatur, wo er ein Team von insgesamt 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verantwortet: „Wenn ich Potenziale erkenne, versuche ich diese zu fördern.“

Zu seinen Tätigkeiten zählen das Sicherstellen der Termineinhaltung, administrative Aufgaben sowie das Überwachen des Materialbestandes: „Meine Aufgabe ist es, die Produktion am Laufen zu halten.“ 

Außerdem ist Andreas für die ständige Verbesserung und Weiterentwicklung der Abläufe und Prozesse verantwortlich.

Welche Entwicklungen konntest du während deiner Zeit bei der DURAG GROUP beobachten?

Zu Beginn war die DURAG GROUP ein mittelständisches Unternehmen mit dem Fokus auf den deutschen Markt. Durch den technologischen Fortschritt können heute größere Mengen gefertigt und ein internationaler Markt bedient werden. Andreas vergleicht die damalige Fertigung im Gegensatz zu den heutigen Möglichkeiten mit einer „Bastelbude“. 

„Auch wenn Veränderungen Widerstand erzeugen können, sind sie gut für ein Unternehmen, solange sie gelebt werden.“ 

Was sind für dich Herausforderungen und Highlights?

„Neben der Ausbildung und der Übernahme der Leitung der Abteilung, ist es heute ein Highlight, dass wir Stückzahlen erreichen, die man früher gar nicht für möglich gehalten hat.“

Was macht die DURAG GROUP für dich besonders?

„Es wird getan, was möglich ist, um auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzugehen. Mir gefällt, dass die Atmosphäre trotz des Wachstums so familiär geblieben ist. 

Es handelt sich bei den Produkten der DURAG GROUP um eine sehr interessante und innovative Technik.
Zu guter Letzt werden Produkte für den Umweltschutz gebaut – Produkte, hinter denen man stehen kann!“

Fabien Burato

Chief Sales Officer, Standort Hamburg

Seit 2009 ist Fabien Burato ein Teil der DURAG GROUP. Der Franzose hat viele wichtige Meilensteine in der Unternehmensentwicklung mitgeprägt und in unterschiedlichen Ländern sowie Funktionen seinen wertvollen Beitrag geleistet, seit 2025 als Chief Sales Officer. In diesem Interview aus dem Jahr 2023 blickt er auf einige Stationen und das 75. Jubiläumsjahr der DURAG GROUP zurück, aber auch voraus auf die zukünftigen Schwerpunkte unserer Arbeit.

Fabien, wie lässt sich dein bisheriger Karriereweg beschreiben?

Ich habe meine Karriere im Service-Außendienst begonnen. Hier hatte ich die Chance verschiedene Industrien, Länder und Kulturen mit vielfältigen und unvorhersehbaren Herausforderungen zu entdecken. Eine tolle Möglichkeit, schnell zu lernen. Meine ersten Berührungspunkte mit der DURAG GROUP hatte ich bereits 1996. Ich übernahm damals die Leitung eines internationalen Turnkey-Projekts und lernte zunächst Jeff O'Gorman und dann Norbert Rink kennen, der mich an Emissionsstaubmessgeräten schulte. In dieser Zeit wurde mir auch klar, dass mich insbesondere der Vertriebsbereich sehr reizt, in den ich 2001 gewechselt bin.

Am 1. Oktober 2009 startete ich dann bei der DURAG GROUP als Sales & Service Manager von DURAG France. Mein Ziel war es, die Tochtergesellschaft zu etablieren und das gesamte Portfolio im Absatzgebiet zu vermarkten. Im Jahr 2014 wurde ich Geschäftsführer von DURAG France und 2015 übernahm ich die gleiche Rolle für DURAG Italia. In dieser Funktion ging es darum, die südwesteuropäische Region weiter für die DURAG GROUP zu erschließen. 2019 hatte ich die Möglichkeit, in die Hamburger Zentrale zu wechseln und die Verantwortung für unser weltweites Vertriebs- und Servicemanagement zu übernehmen. Eine spannende Aufgabe – sowohl beruflich als auch privat, denn ich bin mit meiner gesamten Familie nach Deutschland umgezogen.

Welche Faktoren haben dazu beigetragen, dass du so viele Jahre im Unternehmen geblieben bist? Und was ist dir als Geschäftsführer im Hinblick auf die Teamentwicklung besonders wichtig?

Die DURAG GROUP hat mir in all den Jahren immer wieder Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung geboten. Das weiß ich sehr zu schätzen!

Teamentwicklung bedeutet in meinen Augen: Vertrauen aufzubauen, Transparenz zu schaffen, sich gegenseitig zu verstehen, Projekte gemeinsam zu realisieren – und das mit gegenseitigem Respekt und individueller Verantwortungsübernahme. In unserer sich immer schneller wandelnden Welt nimmt die Lebensdauer von Fähigkeiten rapide ab, daher sind kontinuierliche Schulungen wichtiger denn je. Allerdings kann nicht jeder mit der gleichen Geschwindigkeit lernen. Daher ist es wichtig, Instrumente zu entwickeln, die den Bedürfnissen aller gerecht werden.

In der langen Zeit deiner Betriebszugehörigkeit hattest du sicher viel Einfluss auf die Entwicklung des Unternehmens – wie würdest du diesen beschreiben?

Eine schwierige Frage! Seit meinen ersten Schritten bei der DURAG GROUP war mir klar, dass unser Vertrieb im Sinne von „one face to the customer“ agieren muss, indem er das gesamte Portfolio vermarktet und Cross-Selling über unsere verschiedenen Marken und Produkte betreibt. Heute sind wir mit unseren drei Geschäftsbereichen Combustion and Safety Monitoring, Process and Environmental Monitoring, Tunnel and Traffic Monitoring in der Lage, Transparenz in unser Portfolio zu bringen und unsere Angebote für den Markt klar und verständlich zu kommunizieren. Die Erweiterung unseres Portfolios und die Ergänzung strategischer Produkte ist entscheidend für unsere Entwicklung, um das Interesse der Kunden und der Mitarbeiter zu erhalten. Im Jahr 2017 hatte ich beispielsweise die Gelegenheit, Teil des AP2E Merging & Acquisition Teams zu sein. Dies war ein strategischer Schritt für die DURAG GROUP in die Welt der Gasanalyse, um eine innovative Technologie für Prozess-, Emissions- und Umgebungsluftanwendungen an Bord zu holen.

Wie hat sich die DURAG GROUP darüber hinaus im Laufe der Jahre verändert, um wettbewerbsfähig zu bleiben?

Da ich seit mehr als 30 Jahren im Bereich "Umweltüberwachung" tätig bin, habe ich die positiven Auswirkungen von Vorschriften und eingeführten Normen zur Verbesserung der Luftqualität erlebt. Die Grenzwerte für Schornsteinemissionen sind drastisch gesenkt worden. Dank der kontinuierlichen Bemühungen unserer Forschungs- und Entwicklungsteams konnten wir die technischen Herausforderungen meistern und Instrumente anbieten, die immer niedrigere Konzentrationen von Staub, Quecksilber und Gasen messen können. In den letzten vier Jahren wurden wir mit zahlreichen Veränderungen konfrontiert, die durch die Energiewende und die Umweltprobleme beschleunigt wurden. Unsere leistungsstarken Innovationen im Bereich der Lasertechnologie ermöglichen es uns, präzise Ergebnisse bei der Messung von Feinstaub und ultrafeinen Partikeln sowie bei der Überwachung von Treibhausgasen zu erzielen. Das von verschiedenen Industrien verfolgte Ziel der Dekarbonisierung führt zu einem Bedarf an alternativen Brennstoffen, bei denen unser Fachwissen im Bereich der Flammenzündung und -überwachung eine Schlüsselrolle spielen kann. Die Wasserstoffproduktion und -verteilung sowie die Kohlenstoffabscheidung erfordern eine hohe Qualitätsreinheit. Unsere Analysatoren sind in der Lage, Verunreinigungen und Spuren mit hoher Genauigkeit und hoher Leistung zu überwachen. Die OFCEAS-Technologie wird von ¾ der europäischen Laboratorien für die H2-Reinheitsüberwachung eingesetzt.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die DURAG GROUP den Wandel in der Industrie durch den Einsatz innovativer Technologien kontinuierlich begleitet und eine Schlüssel- und Vorreiterrolle für neue Marktperspektiven spielt. Mit unseren Technologien tragen wir zu einer saubereren und sichereren Umwelt bei.

Ein Jubiläumsjahr bietet oft die Möglichkeit für besondere Anlässe. Welche Leistungen oder Projekte aus dem zurückliegenden Jahr sind besonders einprägsam für dich gewesen?

Während der COVID-Pandemie waren persönliche Treffen eine Seltenheit. Daher war es uns in diesem Jahr ein starkes Bedürfnis, wieder vermehrt mit Kunden, Partnern und unseren Mitarbeitern in Kontakt zu treten und präsent zu sein.

Rund um unser 75-jähriges Jubiläum haben wir beschlossen, das ganze Jahr über mehrere besondere Veranstaltungen zu organisieren: Wir hatten zwei Partnertreffen in Hamburg und Bangkok mit mehr als 300 Teilnehmern aus unseren vier Regionen EMEA, DACH, ASIAPAC und Amerika. Gleichzeitig luden wir unsere Mitarbeiter ein, sich an ökologischen oder sozialen Aktivitäten zu beteiligen, wie dem „Family and Friends Day“, Straßen- und Wasserreinigungsaktionen, Spenden für wohltätige Zwecke und verschiedenen Sport-Events. Unser Resümee fällt äußerst positiv aus, denn die Mehrheit unserer Belegschaft hat mit großem Engagement daran teilgenommen!

Wagen wir zum Schluss einen Blick in die Zukunft der DURAG GROUP: Wie werden die künftigen strategischen Schwerpunkte und Ziele des Unternehmens aussehen?

Die Welt, in der wir leben, ist durch Klimawandel, Weltwirtschaft, geopolitische Interessen und Technologie in Aufruhr. Wir müssen uns schnell auf diese Veränderungen einstellen, denn sie bieten auch Chancen für unsere drei Geschäftsbereiche. Dabei gilt es, das hohe Innovationstempo beizubehalten. Zum einen indem wir in neue Produkte investieren, um unser Portfolio zu vervollständigen, und zum anderen indem wir die Digitalisierung nutzen, wo immer sie uns schneller und besser macht.

Björn Bilet

Global Account Manager DURAG GROUP, Standort Hamburg

Stationen DURAG:

  • 01.08.1997 – 31.01.2000:  Ausbildung Industriekaufmann
  • 01.02.2000 – 31.12.2004:  Vertriebsinnendienst Export
  • 01.01.2005 – 31.07.2006 und 01.08.2009 – 31.01.2015: Außendienst Region Nord (Deutschland) und Spanien
  • 01.02.2015 – 01.06.2018:  Leitung Vertrieb und Service für die DACH-Region
  • 01.06.2018 – heute: Global Account Manager

Björn Bilet arbeitet schon sein halbes Leben bei der DURAG GROUP. Der 47-jährige Global Account Manager hat seine Ausbildung bei uns im Innendienst absolviert und ist seit vielen Jahren im abwechslungsreichen Außendienst tätig. Von der analogen Kommunikation über Tunnelsensorik bis hin zur ersten Dienstreise nach Indien: Im Interview berichtet der Hamburger von den Anfängen und Herausforderungen, aber auch von seinen Highlights aus seiner Zeit bei der DURAG GROUP. 

Björn, wann und wie bist du zur DURAG GROUP gekommen?

Das war Zufall. Im Jahr 1997 entschied ich mich, die Wartezeit für mein Elektrotechnikstudium sinnvoll zu nutzen, indem ich eine kaufmännische Ausbildung begann. Aufgrund meiner Initiativbewerbung hatte ich die Gelegenheit, die DURAG kennenzulernen, und brachte meinen Lebenslauf zum Besuch mit. Danach ging alles ganz schnell, ich wurde als zweiter Azubi als Industriekaufmann im Unternehmen eingestellt. 1997 waren bei der DURAG weltweit gerade mal 91 Mitarbeiter beschäftigt, das Onboarding war ganz anders als heute, da wurde deutlich weniger Aufwand betrieben. Im kaufmännischen Bereich hatte ich kaum Vorkenntnisse, aber zuvor bereits eine Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker für Anlagentechnik absolviert und an der Fachoberschule für Elektrotechnik meine Fachhochschulreife gemacht.

Wie sah dein Arbeitsalltag damals aus und wie jetzt?

In den Anfangsjahren ging es noch sehr strikt zu. Wer morgens um 7 Uhr nicht pünktlich die Stempelkarte benutzt hat, hatte ein Problem. Eine Glocke läutete zum Start der Frühstücks- und Mittagspause. Heute gibt es das wegen der flexiblen Arbeitszeiten und -modelle natürlich nicht mehr. In der Ausbildung habe ich schnell gemerkt, dass der Vertrieb mein Ding ist. Ich bin dann in der noch recht neuen Exportabteilung gelandet, das war damals reine Pionierarbeit. DURAG war außerhalb Europas wenig bekannt, DURAG USA war gerade gegründet worden und HEGWEIN kam zur Gruppe dazu. Heute können wir auf ein ausgebautes Partner- und Niederlassungsnetzwerk schauen, schnelle und globale Kommunikation mit modernen Medien bestimmt den Alltag. Meine jetzige Tätigkeit ist vielschichtig, strategisch und global ausgerichtet.

Wie war dein beruflicher Weg bei der DURAG?

Nach der Ausbildung war ich im Vertriebsinnendienst Export verantwortlich für den Bereich Indien/Asia-Pacific und habe damals die zwei einzigen global agierenden Außendienstkollegen unterstützt. Später war ich Key Account Manager und für den Launch im Tunnelsensorik-Markt verantwortlich und bin dann mit den ersten Prototypen im Kofferraum durch Europa gefahren. In der Zeit habe ich auch das zweite und dritte International-Sales-Meeting in Hamburg und Berlin sowie in Mumbai für die ersten Partner organisiert. Anschließend war ich im Außendienst verantwortlich für die Region Nord, also von Flensburg bis Kassel, außerdem für Spanien. 2009 habe ich die Leitung der DACH-Region für Vertrieb und Service übernommen. Im Zuge der Globalisierung und unserer unglaublichen Erfolgsgeschichte haben wir weitere Vertriebskanäle ergänzt. So habe ich parallel den damaligen Key Account Manager in seiner strategischen Tätigkeit begleitet und den Job 2018 komplett von ihm übernommen. Diese Aufgabe ist bis heute sehr vielseitig und aufregend.

Was waren deine größten persönlichen Herausforderungen?

Wie es so schön heißt, wächst man mit seinen Aufgaben. Es war nicht immer einfach, aber immer spannend, sich neuen Anforderungen zu stellen und daraus zu lernen. Vieles war komplettes Neuland, sowohl für mich persönlich als auch für die DURAG GROUP, etwa der Launch des neuen Produktportfolios Tunnelsensorik oder die Implementierung des Global Account Managements.

Wie hat sich die DURAG GROUP über die Jahre entwickelt?

Als ich angefangen habe, gab es nur vereinzelt PCs, vieles wurde mit der Schreibmaschine erledigt. Die Einführung moderner IT-Ausstattung kam dann zwar recht schnell, E-Mails gab es zunächst aber noch nicht, kommuniziert wurde mit den Kunden per Telefon, Brief und Fax. Die DURAG war damals ein typisch konservatives, hanseatisches Hamburger Unternehmen, jeder kannte jeden. Fluktuation war ein Fremdwort und kurze Dienstwege waren üblich. Wenn es mal schnell gehen musste, habe ich selbst den Auftrag geschrieben, bin in die Fertigung gegangen, um mir einen Flammenwächter aus dem Regal zu holen, habe ihn verpackt, bin damit für Dokumente und Beglaubigungen zur Handelskammer sowie zum Zoll gefahren, und am nächsten Tag war alles für die Spedition bereit. Über die Jahre gab es im Zuge des Wachstums natürlich mehr Exportvorschriften, die Organisation wurde umfangreicher. Unternehmen wie die VEREWA und ORFEUS, heute P&ST, kamen ebenso hinzu wie neue Prozesse. Ab einer gewissen Unternehmensgröße sind kurze Dienstwege effektiv nicht mehr möglich. Aber die Wurzeln von damals sind noch heute die Grundlage unseres Handelns. Und der Teamgeist war von Anfang an unser Erfolgsfaktor.

Hat dich die lange Unternehmenszugehörigkeit beeinflusst?

Ich bin mit dem Unternehmen gewachsen, das hat mich mit Sicherheit verändert. Um Erfahrungen zu sammeln, wird heute eher der Arbeitgeber gewechselt. Meinen eigenen kurzen externen Ausflug in die Automatisierungswelt von 2006 bis 2009 möchte ich nicht missen, aber da sich die DURAG GROUP bis heute stetig gewandelt hat, habe ich diese unterschiedlichen Erfahrungen eigentlich alle hier machen können. Und das Thema Umweltschutz ist durch die Zeit bei der DURAG GROUP auch privat sehr viel präsenter für mich geworden.

Welche Highlights sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Die Liste ist lang. Ganz oben steht der Aufbau unserer Partnernetzwerke, die regelmäßigen International-Sales-Meetings in diesem Zusammenhang waren beeindruckend. Oder meine erste Dienstreise nach Indien 2001, wo ich unseren damals einzigen Mitarbeiter vor Ort traf, der die lokalen Partner betreute. Da es kaum vernünftige Straßen im ländlichen Raum gab, war es oft Abenteuer pur, zu den Kunden zu kommen. Außerdem waren die Einführung des D-LX 100 im Jahr 1998 und des D-RX 250 im Jahr 2000 jeweils ein Riesensprung für die DURAG und eine der Grundlagen für den Erfolg im nationalen und internationalen Markt. Last but not least denke ich gern an meine ersten beiden großen CEMS-Projekte zurück. Beide wurden beim Kunden als Idee auf dem Whiteboard gemeinsam entwickelt und gehören bis heute zu einer der größeren Anlagen in der Region Nord. Davon profitieren wir nach wie vor im After-Sales-Bereich.

Was hat dich dazu bewegt, bei der DURAG zu bleiben?

Ob anfangs im Innen- oder später im Außendienst, es war immer spannend. Besonders waren es die Projekte und die unterschiedlichen Menschen im Außendienst. Kein Tag war wie der andere. Wo hat man schon die Chance, morgens in einer Raffinerie, mittags in einem Stahlwerk und nachmittags in einem Zementwerk herumzulaufen? Bei der DURAG war es über die Jahre nie langweilig. Das Unternehmen war stets im Wandel, nicht immer so schnell wie in anderen Branchen, aber dafür nachhaltig und kontinuierlich. Ich konnte immer meinen Interessen folgen und hatte viele Entwicklungsmöglichkeiten. Die Mess- und Regeltechnik sowie die Automatisierung waren immer Steckenpferde von mir. Ich kann auf viele erfolgreiche Projekte zurückblicken, die ich zusammen mit tollen Kollegen und Solution-Partnern umgesetzt habe.

Wo siehst du die DURAG GROUP und dich in zehn Jahren?

Das bisher Erreichte macht mich stolz und treibt mich an, noch viele weitere Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Ich fühle mich dem Unternehmen verbunden und wünsche mir, dass sich die DURAG GROUP weiter mutig im Markt behauptet, neue Felder erobert und sich zum Weltmarktführer im Bereich innovativer Messtechnik entwickelt. Mit den Produktbereichen, die wir heute haben, ist eine Basis dafür geschaffen.

Carola Ferck

Sachbearbeiterin After Sales DURAG GROUP, Standort Hamburg

Von einer Arbeitswelt ohne Computer zur digitalen Serviceplanung: Unsere Sachbearbeiterin Carola Ferck gehört bereits seit 1987 zum Team der DURAG GROUP und hat den Wandel miterlebt. In diesem Interview aus dem Jahr 2023 blickt sie auf die Anfangszeit in unserer analogen Verkaufsabteilung zurück und verrät Highlights aus ihrer langjährigen Unternehmenszugehörigkeit.

Seit wann bist du bei der DUARG GROUP und wie kam es dazu?

Ich bin jetzt seit etwas mehr als 36 Jahren im Unternehmen. Ursprünglich habe ich eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau bei einem Hamburger Juwelier gemacht und dort auch einige Zeit gearbeitet. Dann entschied ich mich zu einer Fortbildung, in deren Folge ich eine Zeitungsanzeige der DURAG GROUP entdeckte. Am 15. Oktober 1987 begann ich dann als Sachbearbeiterin in der Verkaufsabteilung und war dort für den Bereich Angebots- und Auftragswesen zuständig.

Wie sah euer Arbeitsalltag damals aus?

Ende der 1980er-Jahre gab es bei der DURAG GROUP noch keine PCs. Diese wurden erst ab September 1990 und im Lauf des Folgejahres nach und nach eingeführt. Das erste echte Warenwirtschaftssystem wurde 1992 von Frank Wischnewski initiiert. Wir haben zu meiner Anfangszeit bei der DURAG noch mit einer Vorstufe namens „Twix“ gearbeitet, dabei handelte es sich um eine Schreibmaschine mit Bildschirm. Die Auftragsbestätigungen, Rechnungen, Lieferscheine und Arbeitskarten wurden damit geschrieben und mit dem sogenannten Ormig-Verfahren gedruckt, eine damals übliche Vervielfältigungsmethode, die auch als Matrizendruck bekannt war. Damals wurden die Aufträge auf gedruckten Arbeitskarten persönlich von uns in die Fertigungsabteilungen gebracht. Eine Auftragsbestätigung für die Kunden wurde entweder per Post oder Fax versendet. Für eilige Aufträge wurde eine rote Karte genutzt, teilweise wurde das damit bestellte Gerät direkt aus der Fertigung abgeholt, in die Versandabteilung gebracht und am gleichen Tag versendet. Dies war der Fall, wenn beispielsweise am Kessel einer bestehenden Anlage dringend ein Lichtempfänger wie der D-LE 603 Flammenfühler montiert werden musste.

Erzählst du uns von deinem Werdegang bei der DURAG GROUP?

Etwas später übernahm ich den Servicebereich für Nord- und Westdeutschland. Das umfasste die Planung der Serviceeinsätze, die Terminvereinbarung und die Einsatzabrechnung. Zu der Zeit gab es einen Servicetechniker für diese Regionen, außerdem einige in Süddeutschland. Mit der Maueröffnung 1989 kamen in Ost und West weitere Servicestandorte dazu, die Kunden hatten jetzt in der Nähe direkte Ansprechpartner und die Fahrzeiten verkürzten sich erheblich. Süddeutschland, Österreich und die Schweiz wurden nach wie vor vom DURAG-Vertriebsstandort Süd betreut. Als die Digitalisierung inklusive neuer Programme und Abteilungen Fahrt aufnahm, habe ich das natürlich hautnah miterlebt und begleitet, das war eine völlig neue Arbeitswelt.

Welche Highlights sind dir aus all den Jahren in besonderer Erinnerung geblieben?

Das waren auf jeden Fall die Firmen- und Weihnachtsfeiern und besonders das Fest der DURAG GROUP am 8. Mai 2015, das mit der Verabschiedung meiner damaligen Teamleiterin und dem Hamburger Hafengeburtstag zusammenfiel. Auf zwei alten Segelschiffen ging es die Elbe entlang, das war für alle ein wunderbares Erlebnis.

Was hat dich dazu bewegt, bei der DURAG GROUP bleiben zu wollen?

Nun, mein Aufgabengebiet änderte und erweiterte sich immer wieder, das ist bis heute so. Die Kolleginnen und Kollegen sind geblieben, das Betriebsklima passte einfach. Und schwupp sind 36 Jahre ins Land gegangen.

Christiane Marske

Team Lead Strategischer Einkauf DURAG GROUP, Standort Hamburg

Stationen DURAG: 

  • 01.08.2003 – 31.07.2006: Ausbildung zur Industriekauffrau 
  • 01.08.2006 – 31.05.2018: Einkäuferin
  • 01.06.2018 – 31.12.2023: Strategischer Einkauf
  • 01.01.2024 – heute: Team Lead Strategischer Einkauf 

Christiane Marske kommt gebürtig aus Celle, ist direkt nach der Schule für ihre Ausbildung bei der DURAG GROUP nach Hamburg gezogen – und seither Teil des Teams. Im Einkauf hat sie verschiedenste Warengruppen betreut, Digitalisierungsprozesse begleitet und so die DURAG GROUP in diesem Bereich zukunftsfest gemacht. Im Interview erzählt sie mehr über die Zeit bei ihrem langjährigen Arbeitgeber. 

Christiane, wann und wie bist du zur DURAG GROUP gekommen?

Nach meinem Abitur 2003 wollte ich gerne eine Ausbildung machen und nicht direkt studieren gehen. So kam es, dass ich mich für die Ausbildung als Industriekauffrau bei der DURAG GROUP entschieden habe.

Wie war das für dich, wie sah dein Arbeitsalltag damals aus und wie hat er sich im Lauf der Zeit verändert?

Hamburg als Großstadt war natürlich überwältigend, aber hier bei der DURAG GROUP fühlte ich mich von Beginn an wohl. Es war damals alles noch familiärer und die Abläufe einfach strukturiert. Ich habe viele unterschiedliche Aufgaben übernommen, oft in Abteilungen ausgeholfen und konnte so in vielen Bereichen Erfahrungen sammeln. Meine aktuelle Stelle im strategischen Einkauf ist immer noch sehr vielschichtig, beinhaltet nun aber viel komplexere Aufgaben. Besonders die Betreuung der Digitalisierungsprojekte bereichert meinen Arbeitsalltag. Ich begleite diese mit Begeisterung, da sie uns sicher voranbringen und man direkt sehen kann, welchen Mehrwert sie für unser Unternehmen haben. Die Digitalisierungsprojekte im Einkauf haben unsere Firma gut auf die Zukunft vorbereitet.

Wie war dein Werdegang bei der DURAG GROUP?

Nach der Ausbildung zur Industriekauffrau war ich zwölf Jahre im Einkauf tätig. In dieser Zeit habe ich verschiedenste Warengruppen betreut, vom Büromaterial bis zu den Elektronikkomponenten. 2018 kam dann der Wechsel in den Strategischen Einkauf und die Spezialisierung auf den Einkauf der Warengruppen Halbzeuge sowie Guss- und Zeichnungsteile. Außerdem habe ich weitere strategische Aufgaben übernommen, etwa das Lieferantenmanagement und die Optimierung von Einkaufsprozessen. 

Und wie hat sich das Unternehmen in dieser Zeit entwickelt, warum bist du schon so lange Teil der DURAG GROUP? 

In meiner Anfangszeit bei der DURAG GROUP waren die Prozesse einfach gestaltet. Heutzutage ist die Organisation komplexer und strukturierter, zum Teil auch etwas anonymer, aber das liegt in der Natur der Sache, wenn ein Unternehmen so stark wächst wie die DURAG GROUP. Trotzdem ist das Miteinander in unserer Firma sehr gut. Ich schätze das familiäre und familienfreundliche Umfeld, die netten Kolleginnen und Kollegen. Mit vielen habe ich langfristige Freundschaften entwickelt. 

Wo siehst du die DURAG und dich in zehn Jahren, was wünschst du dir? 

Ich hoffe, dass die DURAG GROUP in den nächsten zehn Jahren weiterhin so erfolgreich sein wird, wie bisher, sich dabei das familiäre Umfeld bewahrt und ich auch künftig dazu beitragen kann, unsere Firma voran zu bringen. 

Rolf Kierstein

Spezialist für Emissions- und Feuerungstechnik sowie Vertriebsunterstützung, Regionalbüro Süd

Elektromechanikermeister Rolf Kierstein ist seit mehr als drei Jahrzehnten im Bereich Inbetriebnahme und Service für die DURAG GROUP tätig. Wie alles begann und was sich der erfahrene Servicespezialist für Feuerungstechnik für die Zukunft des Unternehmens wünscht, verrät er im Interview.

Rolf, wann bist du zur DURAG GROUP gekommen und was hast du vorher gemacht?

Im Anschluss an die Ausbildung zum Energiegeräteelektroniker war ich sieben Jahre im Maschinenbau im Außen- und Innendienst tätig. Nach einer Fortbildung zum Elektromechanikermeister stellte mich die DURAG-Niederlassung Süd in Bad Boll am 16. April 1989 ein. Ich war für die Inbetriebnahme und Reparatur von Staubmessgeräten und diversen Produkten der Feuerungstechnik zuständig, also im Service sowie als Unterstützung für den Vertrieb. Mein Einsatzgebiet umfasste Süddeutschland, die Schweiz und Österreich.

Was sind für dich aktuell die herausforderndsten Projekte?

Ganz klar: Flammenwächter in kritischen Anlagen in Betrieb zu nehmen, sodass diese auch den Sicherheitsanforderungen gerecht werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn mehrere Brenner und unterschiedliche Brennstoffvarianten zum Einsatz kommen. Ein aktuelles Beispiel ist die Installation bei einem Chemieunternehmen in Ludwigshafen, wo seit Januar 2023 bei einem der beiden Kessel komplett auf den Einsatz von Erdgas und Heizöl leicht verzichtet werden kann. Nach umfangreichen Testreihen am alten Schwerölkessel haben wir dem Kunden die optimale Kombination von Flammenwächtern für diese äußerst komplexe Aufgabe empfohlen. Entsprechend wurden acht Kompakt-Flammenwächter D-LX 201 im Parallelbetrieb mit acht D-UG 660 verbaut und sind jetzt sehr erfolgreich im Einsatz. Nun werden bevorzugt flüssige sowie gasförmige Abfallstoffe aus den unternehmenseigenen Produktionsbetrieben verfeuert, mitunter auch kombiniert. Damit ist die interne Energieversorgung des Unternehmens mit Tausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu einem Sechstel sichergestellt. Der identische Umbau eines zweiten Kessels folgt voraussichtlich 2024.

Wie hat sich dein Arbeitsfeld bei der DURAG GROUP entwickelt?

Aus einem Mittelständler ist ein Großunternehmen und eines der führenden Unternehmen in der Feuerungs- und Emissionsmesstechnik geworden. Die Qualität unserer Produkte hatte schon immer ein sehr hohes Niveau. Mein Ziel ist stets der optimale Einbau unserer Geräte bei den Kunden, um einen reibungslosen, störungsfreien Betrieb und eine nachhaltige Langlebigkeit der Gerätschaften zu gewährleisten.

Wie hast du die lange Unternehmenszugehörigkeit persönlich erlebt?

Ich habe im April 1989 bei der DURAG meinen Traumjob begonnen und immer gern vollen Einsatz gezeigt. Bis heute habe ich sehr großen Spaß daran und mag es, den unterschiedlichen Kunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und manchmal kreativ werden zu können, um Produktion und Produkte möglichst problemlos und sicher zu gestalten. Die Bandbreite reicht von konventionellen Kraftwerken über Erzeuger von Chemieprodukten bis hin zum Lebensmittelproduzenten. Seit April 2023 bin ich 34 Jahre im Betrieb und ich freue mich nach wie vor, als Spezialist in der Feuerungstechnik mein Bestes geben zu dürfen. Die abwechslungsreiche Tätigkeit hat mich immer motiviert, den Job mit meiner ganzen Energie und Kreativität auszuführen.

Und wie sieht es zwischenmenschlich aus?

Die Unternehmenskultur der DURAG GROUP ist sehr familiär, offen und wertschätzend. Die Teams erlebe ich ausgesprochen freundlich im Umgang miteinander, alle nehmen ihre Aufgaben sehr ernst. Ich betrachte unser Arbeitsumfeld insgesamt als ausgesprochen modern und zukunftsorientiert. Wir haben innovative, gute Arbeitsstrukturen, die sicherheitstechnische Ausstattung der Servicemitarbeiter ist perfekt.  

Welche Highlights sind dir in Erinnerung geblieben?

Die jährlichen Zusammenkünfte in Hamburg mit den Kollegen aus dem Service und der Entwicklungsabteilung sind super. Auch die Sommerfeste bei der DURAG GROUP habe ich durchweg sehr genossen. Absolutes Highlight war mein 25-jähriges Jubiläum 2014 in Hamburg, zu dem ich mit meiner Partnerin eingeladen worden bin und deswegen einfach überglücklich war. Zudem sind aus den unzähligen Kundenterminen einige persönliche Kontakte entstanden, die ich nicht missen möchte.

Wo siehst du die DURAG GROUP in zehn Jahren, was wünscht du dir?

Ich wünsche uns weiterhin motivierte Mitarbeiter. Schön wäre es, die Kunden dauerhaft mit schnellen Einsatz- und Reaktionszeiten überzeugen zu können. Darüber hinaus erhoffe ich mir, dass sich die DURAG GROUP zum führenden Anbieter in der Feuerungs- und Emissionsmesstechnik entwickelt. Dann kann ich später meinen beiden Enkel:innen stolz und voller Freude von meinen unzähligen, vielfältigen und interessanten Einsätzen für meinen ehemaligen Arbeitgeber berichten, dessen Erfolg ich durch meine Arbeit mitprägen durfte.

Jeff O’Gorman

Complaints Manager DURAG GROUP, Standort Hamburg

Stationen DURAG: 

  • 15.12.1994 – 01.09.1995: Versandleiter 
  • 01.07.1995 – 31.12.2014: Exportleiter
  • 01.01.2015 – 30.06.2020: Leiter Vertriebsunterstützung 
  • 01.07.2020 – 31.07.2025: Beschwerdemanager
  • Ab 01.08.2025: Ruhestand

Der gebürtige Londoner Jeff O’Gorman lebt bereits seit 1983 in Deutschland. Wenige Tage vor Weihnachten begann er im Dezember 1994 seinen Werdegang bei der DURAG GROUP: Er startete als Versandleiter und war bis Mitte 2025 als Beschwerdemanager für unser internationales Beschwerdemanagement zuständig. Warum ihn diese Aufgabe erfüllt hat und was in seinen knapp drei Jahrzehnten im Unternehmen die aus seiner Sicht wichtigste Veränderung war, berichtet er uns in diesem Interview aus dem Jahr 2023. 

Jeff, wie lange bist du schon bei der DURAG GROUP und wie fing alles an?

Ich bewarb mich damals auf die ausgeschriebene Stelle des Versandleiters, das ist jetzt 28 Jahre her. Ich hatte ursprünglich den Beruf Speditionskaufmann erlernt.

Wie sah dein Arbeitsalltag zu Beginn aus und wie sieht er heute aus?

Die Versandabteilung bestand damals lediglich aus mir als Versandleiter und einem Packer. Jede Sendung, die unser Haus verließ, wurde also von mir abgefertigt. Heute bin ich für das Beschwerdemanagement zuständig. Das Hauptziel dabei heißt: zufriedene Kunden. Dabei habe ich Kontakt zu Kunden weltweit und bei der Problemlösung zu fast allen Abteilungen innerhalb der DURAG GROUP. Das ist eine erfüllende Aufgabe, die meistens auch Spaß macht!

Welchen beruflichen Weg bist du bei der DURAG GROUP gegangen?

Nachdem ich einige Monate da war, wurde die Position im Exportvertrieb frei und ich habe sie übernommen. Bevor ich zur DURAG GROUP kam, war ich beruflich häufig im Ausland unterwegs. Diese Erfahrung und meine Freude im Umgang mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen lieferten eine gute Grundlage für die neue Aufgabe. Ich habe dann die ganze vertriebliche Abwicklung für das Auslandsgeschäft in enger Abstimmung mit dem damaligen Geschäftsführer durchgeführt. Das reichte von Angeboten und Beratung über die Auftragsabwicklung bis hin zur Vorbereitung für den Versand. Dabei lernte ich eine Menge über die Emissions- und Feuerungstechnik. DURAG USA war gerade gegründet worden. So habe ich zusammen mit Ton Hameleers die Anfänge und auch den Aufbau der nachfolgenden Auslandsbüros begleitet, zum Beispiel die in Indien, Japan und Korea. 

Wie hat sich die Arbeitswelt in dieser Zeit entwickelt? 

Am Anfang waren Briefe und Telex noch unsere Hauptkommunikationsmittel. Die Einführung der E-Mail-Kommunikation war ein großer Schritt. Dabei sind wir anfangs sehr vorsichtig vorgegangen, da vorher alle Korrespondenz über den Tisch des Geschäftsführers gegangen war.

Welche Highlights sind dir in besonderer Erinnerung geblieben?

Die schönsten Erinnerungen betreffen die internationalen Sales-Meetings, bei denen Kunden und Kooperationspartner aus aller Welt zusammenkamen. Die Arbeitsinhalte und der tolle Teamgeist und die Freundschaft mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus fernen Ländern haben mir immer große Freude gemacht. 

Takeshi Saito

Berater seit 2021, Area Sales Manager Japan von 2005 bis 2021

Er ist fast so alt wie die Firma selbst und bereichert unser Team seit vielen Jahren: Takeshi Saito war bereits ein gefragter Experte für Energie und Analysatoren in Japan, bevor er zur DURAG GROUP kam. Bis 2021 war er unser Area Sales Manager für Japan und baute unser dortiges Geschäft auf. Um auf dem Laufenden zu bleiben, nahm er von Zeit zu Zeit an Produktschulungen an unserem Standort Hamburg teil. Als Berater sorgte er für eine reibungslose Übergabe seiner früheren Aufgaben in jüngere Hände – die seines Sohnes Satoshi Saito. In diesem Interview aus dem Jahr 2023 spricht er über seine Anfänge bei der DURAG GROUP und seine Zukunftsvision für uns.

Takeshi Saito, wie lange bist du schon bei der DURAG GROUP und wie kam es dazu?

Mein vorheriger Arbeitgeber war einer der damaligen Vertriebshändler von DURAG. Als ich ihn 2004 verließ, besuchte das DURAG Management gerade Japan und so begann meine Geschichte bei der DURAG GROUP, die jetzt schon 17 Jahre dauert. Ich hatte zuvor bereits berufliche Erfahrungen im Bereich Business Development in der Energiebranche und war Leiter des Geschäftsbereichs Instrumentation einschließlich Analysatoren. Da kam die Aufgabe genau richtig, gemeinsam mit DURAG den japanischen Markt zu entwickeln.

Welchen Karriereweg hast du bei der DURAG GROUP eingeschlagen und gab es besondere Herausforderungen? 

Ich bin seit dem Beginn Area Sales Manager für Japan. Die größte Herausforderung war die Entwicklung von Schiffsanwendungen hauptsächlich für LNG-Tanker. 

Was gefällt dir an der Arbeit für die DURAG GROUP so gut, wie würdest du die Unternehmenskultur beschreiben?

Die Arbeitsatmosphäre bei DURAG war schon immer leidenschaftlich. Gearbeitet wurde und wird bei uns immer mit einem Lächeln und Integrität. Leidenschaft, Lächeln und Integrität – dieser Arbeitsstil passt zu meiner eigenen Lebensphilosophie. Neben dem Motto gefällt mir auch die DURAG Devise „Originalität and Kontinuität“.

Wie sah dein DURAG Arbeitsalltag früher und wie sieht er heute aus?  

Anfangs bestand er hauptsächlich aus Kundenbesuchen zur Produktpräsentation mit Demogeräten, um neue Aufträge zu akquirieren. In letzter Zeit besteht die meiste Arbeit darin, meinen Sohn und Nachfolger Satoshi Saito bei seiner Geschäftsentwicklung als Area Sales Manager zu unterstützen und den Übergang zu koordinieren.

Hat die Zeit im Unternehmen dich persönlich verändert oder beeinflusst?

Bei uns in Japan gibt es das Sprichwort „Selbst ein Stein wird warm, wenn eine Person drei Jahre darauf sitzt“; das bedeutet „Beharrlichkeit siegt“. Kontinuität ist ein Schlüssel für eine positive Geschäftsentwicklung. 

Welche Highlights sind dir besonders in Erinnerung geblieben?

Mit Freude blicke ich auf das 60-jährige Jubiläum von DURAG und das „Internationale Sales Meeting“ im Jahr 2008 zurück. Auch an das Meeting zwei Jahre später mit anschließendem Besuch des Stuttgarter Volksfestes „Cannstatter Wasen“ habe ich gute Erinnerungen.

Wie siehst du die Zukunft der DURAG GROUP, was wünschst du dir?

Ich bin überzeugt, dass die DURAG GROUP weiterhin kontinuierlich wachsen und neue, einzigartige Technologien zu ihrem Portfolio hinzufügen wird. In meiner verbleibenden Zeit im Unternehmen werde ich meinen Sohn Satoshi im Sinne des weiteren Wachstums von DURAG Japan voll unterstützen.

Ulrike Barnutz

Travel Manager / Internal Services, DURAG GROUP, Standort Hamburg

Stationen DURAG:

  • 01.07.2000 – 31.08.2019: Sekretärin / Assistentin der Geschäftsführung
  • 01.09.2019 bis heute: Travel Manager / Internal Services

Seit dem Jahr 2000 arbeitet die im schwedischen Örebro geborene Ulrike Barnutz bereits bei der DURAG GROUP, mittlerweile im Bereich Internal Services / Travel Management. Grund genug, diese lange Zeit anlässlich unseres 75. Firmenjubiläums im Jahr 2023 mit ihr gemeinsam Revue passieren zu lassen: Wie sie zum Unternehmen gekommen ist, was sich im Laufe der Jahre verändert hat, was sie an ihrer Arbeit schätzt und an welche Ereignisse aus ihrem Berufsleben sie sich besonders gerne erinnert, all das lesen Sie hier. 

Wie bist du zur DURAG GROUP gekommen?

Über den klassischen Weg: Im Sommer 2000 habe ich im Niendorfer Wochenblatt eine Stellenanzeige für das Sekretariat / die Assistenz der Geschäftsführung entdeckt, mich beworben und die Stelle dann glücklicherweise auch bekommen. 

Wie war dein Start? Hast du schon berufliche Vorerfahrung mitgebracht oder war das alles ganz neu für dich? 

Eine schöne Überraschung war, dass ich gleich zu Beginn auf einige nette Kolleginnen und Kollegen traf, die ich bereits privat kannte. Ich hatte zuvor eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau gemacht und als solche acht Jahre in einem Niendorfer Unternehmen gearbeitet.

Wie hat sich die DURAG GROUP mit der Zeit entwickelt?

Im Jahr 2000, als ich angefangen habe, waren wir ca. 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier am Standort Kollaustraße. Die Atmosphäre war ein bisschen familiärer als heute, da man so gut wie jeden persönlich kannte. Ich erinnere mich, dass ich in den ersten Jahren sogar noch einiges auf der Schreibmaschine getippt habe. Damals ertönte zudem noch regelmäßig ein Gong im Gebäude: einmal um 9 Uhr zur Frühstückspause und noch einmal um 12:30 Uhr zur Mittagspause. So hatten etagen- oder abteilungsweise alle gemeinsam Pause, was immer sehr lustig und mitunter auch sehr laut war.

Wie sah dein Arbeitsalltag damals im Vergleich zu heute aus?

Bis September 2019 befand sich mein Arbeitsplatz direkt in den Räumen der Geschäftsleitung. Zu meinen Aufgaben gehörten zum Beispiel die Organisation und Buchung von Events und Geschäftsreisen sowie allgemeine Sekretariatsjobs. Ich habe auch viele Jahre lang persönlich die Post und die Gehaltsabrechnungen an die hier am Standort ansässigen Kolleginnen und Kollegen verteilt – das hat sich mit Corona geändert. Mittlerweile ist für mich eine Vielzahl von Aufgaben dazugekommen und auch eine räumliche Veränderung hat stattgefunden: Seit Herbst 2019 bin ich nicht mehr direkt der Geschäftsleitung sondern der Personalabteilung unterstellt. 

Was waren deine größten persönlichen Herausforderungen bei der DURAG GROUP? 

Für mich war es immer dann besonders spannend, wenn ein Wechsel in der Geschäftsleitung stattfand.

Was hat dich dazu bewegt, so lange bei der DURAG GROUP zu bleiben?

Mein Aufgabenbereich bereitet mir viel Freude, da er sehr abwechslungsreich ist. Und es kommt immer wieder Neues dazu. Auch regelmäßiges positives Feedback trägt zu meiner Zufriedenheit bei. Dass noch viele Kolleginnen und Kollegen aus meinen Anfangstagen dabei sind, mit denen man gelegentlich auf einem Event in alten Erinnerungen schwelgen kann, finde ich auch sehr schön. Das erzeugt ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Im Laufe der Jahre hat sich die DURAG GROUP stark vergrößert und es sind neue Abteilungen und Bereiche hinzugekommen. Trotzdem ist es im Großen und Ganzen übersichtlich geblieben – auch dank Kolleginnen und Kollegen, die die entsprechenden Positionen seit vielen Jahren innehaben.

Hat dich die lange Unternehmenszugehörigkeit persönlich verändert oder beeinflusst? 

Es sind viele persönliche Freundschaften entstanden, die bis heute bestehen.

Welche Highlights sind dir in besonderer Erinnerung geblieben?

Eigentlich waren alle Feierlichkeiten sehr einprägsam. Es hat mir immer viel Spaß gemacht, sie mitorganisieren zu dürfen. Auch Kolleginnen und Kollegen von anderen Standorten zu sehen bzw. kennenzulernen, mit denen man zuvor bereits viele Jahre schriftlich oder telefonisch zu tun hatte, war großartig. Ich werde zudem niemals vergessen, wie wir die Halle der Mechanik ausgeräumt haben, dort zusammen die Spiele der Fußball-WM schauten und die Räumlichkeiten abends noch zur Tanzfläche umfunktionierten. Spektakulär war es auch, 2015 auf einem großen Segelboot bei der Einlaufparade des Hamburger Hafengeburtstags dabei sein zu dürfen.

Wo siehst du die DURAG GROUP und dich in zehn Jahren? Was wünschst du dir? 

Ich hoffe, in zehn Jahren genieße ich meinen Ruhestand. Bis dahin wünsche ich mir, dass die DURAG GROUP hier am Standort Hamburg/Niendorf weiterhin so erfolgreich ist. Ich freue mich auf viele weitere interessante Aufgaben und Gespräche sowie Feiern mit alten und neuen Kolleginnen und Kollegen. Es bleibt spannend!